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Die Geschichte


Gut Ersenmünden hat eine bemerkenswerte Geschichte, die viele Gesichter hat und weit zurückreicht. Doch erstmal schreiben wir das Jahr 1571, wo das Gut erstmalig in einer Urkunde erwähnt wurde. Damals gehörte das Anwesen, welches ein kleiner Landsitz war, der gräfischen Herzogsfamilie. Früher bestand der heutige groß angelegte Reitstall mit Turnierstall, Deckstation und auch Ausbildungsstall alleinig aus einem Haus, welches mitten im Wald errichtet worden war. Früher war niemandem bewusst, dass Gut Ersenmünden später einmal zu dem wird was es heute geworden ist. Doch was kann man auch alles erahnen, wenn man noch nicht mal weiß, dass es auch Kühlschränke und Fernseher geben wird? Eigentlich nichts. Da die Herzogsfamilie im Laufe der Jahre viele Generationen verzeichnete, musste mehr Platz her und da die allgemeine Gesellschaft rund um Monschau auch anspruchsvoller wurde, entwickelte und gedeihte Gut Ersenmünden, immer weiter, wie bei einem aussprießenden Baum.
Neben dem Haupthaus entstand so ein vergleichbar kleines Nebengebäude, welches heutzutage das Hauptgebäude darstellt. Auch die Ansprüche veränderten sich mit den Jahren, man besann sich aufs Größere und dann wieder aufs Kleinere. Gut Ersenmünden jedoch wuchs und wuchs und später als die Familie auf das Pferd gekommen war, musste auch ein kleiner Stall mit Platz für 10 Tiere errichtet werden, damit die edlen Rösser nicht im Regen stehen mussten. Da es die Leute um 1721 jedoch immer mehr in die Stadt zog, wo große Feste und auch Schauspiele waren, kamen die Besitzer immer seltener dazu ihr Gut zu pflegen und entschieden sich dann Ende 1721 zum Verkauf des Grundstücks an einen anderen Familienteil. Mit diesem Wechsel änderte sich auch nicht vieles, zwar wurde Gut Ersenmünden nun erfolgreich weiterbewirtschaftet und auch ausgebaut aber im Endeffekt, ließ man viel Land zurück und die Zucht von Pferden stand nun ebenso im Vordergrund. So wurde sich mit edlen Tieren gerühmt, die nicht nur Wettkämpfe bestritten, sondern auch fabelhaften Nachwuchs zur Welt brachten, wessen Nachkommen heute überall zu sehen sind.
Dadurch dass für das Familienleben kaum Zeit mehr blieb, verstarb der letzte Adelige der Familie um 1920 und durch fehlende Erben, blieb der ehemalige Landsitz für eine lange Zeit verlassen. Trotzdem konnte Gut Ersenmünden weiterleben, zwar verwilderte es und blieb im 2.Weltkrieg unversehrt, doch trotz seines natürlichen Charmes und der romantischen Ausstrahlung wollte es keiner haben, da es baufällig geworden war und auch die ersten Gebäude anfingen zu verfallen. Zwischen 1980 und 2000 fand das Anwesen jedoch endlich wieder jemanden dem es gerecht werden konnte. Graf von Falkenstein hatte sich in das Gut verliebt, begann es zu renovieren und zu pflegen, als hätte es schon immer ihm gehört. Er machte Gut Ersenmünden zu seiner Lebensaufgabe und baute aus wo er konnte, um Ersenmündens anfängliche Zucht weiterzuführen und Gut Ersenmünden konnte endlich wieder auferstehen.
Durch den neuen Anreiz entwickelte sich das Grundstück immer mehr zum Besucheranziehungspunkt, es wurden die ersten Reitstunden genommen und auch Turniere bestritten, denn der Graf hatte die volle Ausstrahlung des Guts gebündelt und sie nun eingesetzt. Als der Graf 2000 plötzlich verstarb, waren nicht nur die Reiter geschockt. Ebenso auch die Familie, die entschloss das Gut aufzugeben, um nicht immer mit dem Schmerz leben zu müssen, dass Mann und Vater nicht mehr da war. Es vergingen genau sechs Jahre, bis Nina sich entschloss zumindest den Turnierbereich des Gutes zu kaufen, um sich auch ein wenig austoben zu können und das Gut endlich wieder zu dem zu machen was es war. Nach erfolgreicher Führung und auch neugewonnenen Freunden, entschlossen sich Filip und Nina im Jahr 2007 dann auch den Rest des Guts zu kaufen und ihm endlich die Chance zu geben wieder zu wachsen, wie es früher einmal war. Und so entwickelte sich Gut Ersenmünden bis heute, wo die Zukunftschancen nie besser stehen könnten.